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Liebe Freunde des Schlobachshofs,

Flughafen statt Pferdepension

Am 10. März 2022 wurde in der Ortschaftsratssitzung Böhlitz-Ehrenberg von der Stadtverwaltung über die Planung zu Schlobachshof berichtet. Dies gemäß des Stadtratsbeschlusses, nach welchem die Ortschaftsräte der anliegenden Ortschaften halbjährlich über den Stand berichten und die Ortschaftsräte in die Planung einbeziehen müssen. Diese Beschlussfassung (20.6.21) liegt allerdings fast 9 Monate, die letzte Information im Ortschaftsrat gar 17 Monate zurück. Von einem – ebenfalls durch Stadtratsbeschluss beschlossenen Einbezug in die Konzeptplanung war bisher gar nichts zu spüren. Trotz Beschluss möchte das ASG von den jeweiligen Ortschaftsräten eingeladen werden, ohne zu wissen, ob es neue Informationen gibt.

Ein weiterer Vorschlag des Petitionsausschusses war die Prüfung, ob die Reithalle abgebaut und anderen Orts genutzt werden könne. 9 Monate nach dem Stadtratsbeschluss ist die technische Prüfung, ob die Reithalle umgesetzt werden kann, nicht erfolgt. Dann kommt noch die Prüfung der finanziellen Machbarkeit … 

Frau Krutzsch vom Amt für Stadtgrün und Gewässer hat die neue Abrissplanung vorgelegt, Herr Dittmar berichtete über die Ablehnung der Projektskizze, welche Herr BM Rosenthal angedeutet hatte, ohne bis heute nähere Auskünfte zu geben, und die bereits im September 2021 zur Finanzierung durch das Bundesumweltministerium abgelehnt war. Diese Projektskizze sieht ein Aueninformationszentrum mit Unterstützung aus dem Braunkohlefond vor. Die beiden Konzeptvarianten „Aueninformationszentrum“ wurden allerdings 2020 „amtsintern nach einer Bauvoranfrage“ abgelehnt. Darauf angesprochen sagte Herr Dittmar, eine neue Amtsvorlage mit Beschränkung auf die Nutzung denkmalgeschützten Gebäude im „Ergebnis einer intensiven amtsinternen Abstimmung“ sei kurz vor der Veröffentlichung auf der Internetseite der Stadt Leipzig. Man habe mit der Auwaldstation, der Universität Leipzig und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung gesprochen, welche bereit seien mitzuwirken. Wie war eigentlich die vom Stadtrat beschlossene Einbeziehung der Ortschaftsräte in die Planung gemeint?

Nun scheint für die Stadtverwaltung beschlossen, was der Verein verhindern wollte: der Abriss von Schlobachshof – ohne bzw. bevor ein tragfähiges Konzept vorliegt. 

Schlobachshof soll dem „Flughafen-B-Plan“ 422, Radefelder Allee West, zugeordnet werden, ausgelegt 20.9.21 – bis 1.10.21, in welchem Schlobachshof als mögliche Ausgleichsfläche allerdings gar nicht vorkommt. Demzufolge ist auch der Ortschaftsrat nicht informiert bzw. einbezogen worden.  Die Eile ist indes groß: das Flughafen-Gewerbegebiet braucht Öko-Punkte. 100 Hektar sollen am Flughafen versiegelt werden, 100 Hektar Landwirtschaft geopfert für Gewerbe. Frau Krutzsch sprach von einem großen Glück, dass diese Flächen nun für den Ausbau des Flughafenareals als dringend benötigte Ausgleichsflächen mit dem Abriss von Schlobachshof zur Verfügung stehen.

Ein schwarzer Tag für alle Pferdefreunde – die einen Pferde-Pensionsplatz suchen oder deren Pferd unter tierschutzrechtlichen schlechten Bedingungen lebt.  Die Stadt Leipzig könne sich einen Pferdebetrieb unter privilegierter landwirtschaftlicher Nutzung „nicht vorstellen“, so Herr Dittmar, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer.

Zur Messe Partner Pferd wird es wieder „Pferde für unsere Kinder“ geben. Der Verein hat sich mit namhaften Botschaftern zum Ziel gesetzt, allen Kindern die Möglichkeit zu geben, „Pferde unmittelbar zu erleben und durch sie zu lernen“. Inzwischen wird die ehemals größte Reithalle Sachsens abgebaut. 

Schlobachshof soll als „Anker- und Identifikationspunkt für die Leipziger“ erhalten werden – so Herr Dittmar. Ob die Böhlitz-Ehrenberger Bürger sich damit identifizieren können? Oder die demokratisch legitimierte Vertretung der Leipziger Bevölkerung – der Stadtrat?

Artikel Januar 2022

Die Petition „Schlobachshof – Kein Abriss ohne Konzept“ hatte das Ziel, die Konzeptionserstellung, welche bereits für 2017 angekündigt war, voranzutreiben und zur Bedingung für weiteren Abriss zu machen. Die bisherigen Konzeptvorschläge waren nach amtsinterner Bauvoranfrage 2019 kurz nach Eingang abgelehnt worden.

Auf der landwirtschaftlichen Fläche (gem. Flächennutzungsplan) sei landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr erlaubt. Aber auch „Wanderrastplatz“ und „Aueninformationszentrum“ seien baurechtlich verboten.

Keine Bürgerbeteiligung geplant

Ganz gezielt ausgesuchte 47 Akteure haben sogenannte „quick checks“ im Vorfeld der Planung 2017 beantwortet. Kann das Bürgerbeteiligung sein? Der Ortschaftsrat Böhlitz-Ehrenberg hatte in diesem Rahmen auch Vorschläge gemacht, z. B. ökolandwirtschaftliche Nutzung, jedoch nie eine Rückmeldung bekommen.

Nun soll nach Amtsmeinung, ganz ohne Bürgerbeteiligung, nur ein Teil der denkmalgeschützten Gebäude – nämlich die Vierseiten-Hofanlage – als „Umweltbildungsstätte Auenlandschaft“ geplant werden. (Die LZ berichtete am 24. Januar) Einen Plan gibt es indes nicht. Eine Projektskizze soll dafür Förderung aus Bundesmitteln erreichen.

Welche baurechtliche Besonderheit gibt es wohl, welche nach Ablehnung des „Aueninformationszentrums“ im Rahmen der Bauvoranfrage 2019 nun auf eine Genehmigung hoffen lässt?

Der angenommene Alternativvorschlag des Petitionsausschusses fordert von der Stadtverwaltung eine halbjährliche Information an den Ausschuss Umwelt/Ordnung und Einbezug der Ortschaftsräte der angrenzenden Ortschaften Böhlitz-Ehrenberg, Lützschena-Stahmeln, Burghausen und Rückmarsdorf in die Planung. Nichts dergleichen ist seit diesem Stadtratsbeschluss vom Juni 2021 geschehen. Die letzte Informationsveranstaltung fand in der Ortschaftsratssitzung im Juli 2020 – also vor 18 Monaten – statt.

Die Stadt lässt Schlobachshof verfallen

Die Gebäude indes verfallen weiter, sie sind mit Brettern an den Fenstern und Türen verschlossen und teilweise von Bauzäunen umgeben. Eine Erhaltung der Bausubstanz kann damit nicht annähernd erreicht werden. Frau Kriehmig – Urenkelin von Franz Schlobach – fürchtet um den Erhalt des denkmalgeschützten Pavillons und dessen inzwischen ausgelagerten Kunstwerke.

Mieter wurden vom Hof vertrieben

Bis Juli 2019 haben noch Menschen auf dem Schlobachshof gewohnt und konnten den Hof gut gegen Vandalismus schützen. Ihnen wurde rechtswidrig gekündigt – ermöglicht durch das passive Verhalten der Stadtverwaltung, die hätte von ihrem Recht auf sofortige Besitzübernahme mit dem Bescheid der Zwangsversteigerung Gebrauch machen können. Der Schlobachshof muss nun kostenintensiv bewacht werden. Wie lange noch?

Führung über Schlobachshof

Am 2.10.2021 erfolgte eine weitere Führung über Schlobachshof.

Wir danken Herrn Sickert sehr für die erneute Führung.

Veranstaltungen im September

70 Jahre Geflügelzucht – prägend für Schlobachshof

Am 23. September kamen knapp 30 Interessierte zum Vortrag von Dr. Klemm in die „Große Eiche“ nach Böhlitz-Ehrenberg. Eingeladen hatte der Verein Schlobachshof e.V. im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „100 Jahre Schlobachshof“.

Dr. Roland Klemm war bis Ende 2020 Referatsleiter für Tierzucht und Tierhaltung des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Köllitsch und bis 1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehr- und Versuchsgutes Schlobachshof der Universität Leipzig.

Unter den Gästen waren auch seine ehemaligen Kollegen Prof. Heinz Pingel und Dr. Udo Reiter sowie ehemalige Mitarbeiter von Dr. Kurt Jeroch, Vereinsmitglied und langjähriger Leiter des Lehr- und Versuchsgutes Schlobachshof.

Viele Menschen kennen Schlobachshof aus den letzten 30 Jahren seiner „jungen“ Vergangenheit als außerordentlich beliebten Ausflugsort mit Gastronomie und Reiterhof – aber die wesentlich längere Zeit seiner über 100-jährigen Geschichte ist Schlobachshof mit der Geflügelzucht verbunden und ist damit – spätestens 1936 zur Weltgeflügelausstellung – weltberühmt geworden.

Der exzellente Vortrag von Dr. Klemm berichtet über die Hintergründe und Etablierung der Geflügelzucht auf Schlobachshof Anfang des 20. Jahrhunderts, dem Aufschwung der Geflügelwirtschaft, Etablierung von Lehre und Forschung, auch auf Schlobachshof bis 1960er Jahre und neue Wege in Zucht und Haltung des Geflügels sowie Forschungsschwerpunkte auf Schlobachshof bis 1992.

Zunächst hatte Franz Schlobach das Anwesen erworben und 1920 hier mit der Geflügelzucht begonnen. Bereits 1929 – mit der Anerkennung als Lehranstalt vom Sächsischen Ministerium für Wirtschaft und Arbeit als Ausbildungsbetrieb – begann Dr. Müller mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten zur Geflügelzucht. Er leitete die staatliche Lehranstalt von 1932 bis 1967. Zu Beginn dominierte die Hühnerzucht und -haltung. Als Intensivhaltung in Legebatterien und Masthähnchenproduktion in den LPGs entstanden, kam für Schlobachshof auch das Wassergeflügel ins Visier von Zucht und Forschung. Trotz wissenschaftlicher Kooperation mit Institut Celle und Universität Hohenheim, Modernisierung der Versuchseinrichtungen (Brutschränke, Schlachtanlage) ab 1990 wurde im Dezember 1992 die Tierhaltung und der Versuchsbetrieb eingestellt, Schobachshof wurde der Familie Schlobach zurückgegeben und verkauft.

Tag des offenen Denkmals

Zusammen mit dem Verein Förderverein Ortsgeschichte, Gewerbeverein, Bürgergesellschaft Böhlitz-Ehrenberg und unterstützt von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr hat Schlobachshof e.V. wieder ein Picknick zum Thema „Schlobachshof- letzter Zeitzeuge des Industriepioniers Franz Schlobach“aus der Wiese vor Schlobachshof organisiert. Viele Fotos zeugten von dessen Schaffen in Leipzig. Die Verpflegung wurde gespendet von EDEKA Voller und es gab in Erinnerung an den ehemals weltberühmten Geflügelhof gekochte Eier und Obst im historischen Korb sowie eine Vision von Apfelsaft von den Streuobstwiesen Schlobachshof. Auch das wunderbar recherchierte Buch zur 100 Jahr-Feier konnte käuflich erworben werden.

Fast 100 Interessierte folgten der Einladung und lauschten nach der Begrüßung von Heike Blum (Schlobachshof e.V.) aufmerksam den Ausführungen von Herrn Andreas Sickert (Abteilungsleiter Stadtforsten, Amt für Stadtgrün und Gewässer), der für die Führung seinen Urlaub verschoben hatte. Nur kurz waren die Besucher abgelenkt von einer australischen Diamanttaube auf den Stufen des denkmalgeschützten Vierseitenhofes. Unter den Besuchern waren Florian Mayer vom Bundesamt für Umweltschutz, die Stadträte Herr Volker Külow (DIE LINKE) und Andreas Geisler (SPD) sowie der Bundestagsabgeordnete Herr Jens Lehmann (CDU). Wir freuen uns sehr über ihre Unterstützung.

Angelika Kriehmig, Urenkelin von Franz Schlobach, wusste wieder viel zur Geschichte zu berichten, ebenso der Dr. Kurt Jeroch, der ehemalige Leiter der Lehr-und Versuchsstation des Wissenschafsbereich Geflügelzucht der Universität Leipzig. Einen kurzen Einblick in die Entwicklung seit der Zwangsversteigerung – nachzulesen auf der Internetseite des Vereins www.schlobachshof.com- gab die Vereinsvorsitzende Frau Dr. Karla Amm, welche 10 Jahre Therapeutisches Reiten auf dem Hof praktizierte.

Wenig Neues gab es allerdings zur Zukunft des Hofes zu hören. Herr Sickert forderte erneut dazu auf, Konzeptideen bei der Stadt Leipzig einzureichen.
Die erfolgreiche Petition des Vereins „Kein Abriss ohne Konzept“ führte dazu, dass die Ortschaftsräte von Böhlitz-Ehrenberg, Rückmarsdorf und Lützena-Stahmeln in die Konzeptentwicklung einbezogen werden. Ein Termin dazu steht aus.

Picknick auf der Wiese vor Schlobachshof
Die Führung über das traditionsreiche Gelände

Petition im Stadtrat!

Endlich wurde am 23. Juni 2021 unsere Petition „Kein Abriss ohne Konzept“ in der Ratsversammlung der Stadt Leipzig behandelt.

Mit dem Verwaltungsstandpunkt fühlte sich der Verein gründlich missverstanden und auch der Petitionsausschuss war damit „nicht glücklich“. Nach Einbezug des Vereins im Ausschuss Umwelt und Ordnung sowie der Stellungnahmen der Ortschaftsräte Burghausen, Rückmarsdorf und Böhlitz-Ehrenberg wurde vom Petitionsausschuss ein Änderungsvorschlag formuliert, welchen Herr Kasek (Bündnis 90/Die Grünen) für den Petitionsausschuss vorstellte und als beispielhaften Kompromiss lobte. Er verwies auf die große Bedeutung des Schlobachshof für die Bürger Leipzigs.

„1. Die Verwaltung informiert den Umwelt/Ordnungsausschuss und die beteiligten Ortschaftsräte in regelmäßigen Abständen (halbjährlich) über den Stand der Erarbeitung eines tragfähigen Nutzungs- und Finanzierungskonzeptes zu Schlobachshof.

2. Die Verwaltung prüft, ob die sogenannte Tierbewegungshalle ggf. an einem anderen Standort eingesetzt werden kann.

3. Die Ortschaftsräte der betroffenen Ortsteile werden in die Beschlussfassung des Nutzungskonzeptes einbezogen.“ Ortschaftsräte: Böhlitz-Ehrenberg, Burghausen, Rückmarsdorf, Lützschena-Stahmeln

So wurde der Änderungsvorschlag des Petitionsausschusses mit nur wenigen Gegenstimmen angenommen. Ebenso fand der Vorschlag von Herrn Geißler (SPD), den Ortschaftsrat Lützschena-Stahmeln einzubeziehen, Zustimmung. Zufrieden äußerte sich auch der Vorsitzende des Ortschaftsrates Böhlitz-Ehrenberg Herr Achtner mit diesem Änderungsvorschlag und Herr Sander (Bündnis 90/Die Grünen) bedankte sich bei der Bürgerinitiative des Vereins Schlobachshof e.V., welcher vor der Sitzung die fast 3000 Unterschriften der Petition stellvertretend für den Oberbürgermeister an Herrn Bürgermeister Rosenthal überreichte; nicht ohne auch das mit viel Engagement vom Förderverein Ortsgeschichte Böhlitz-Ehrenberg 2020 veröffentlichte Buch „100 Jahre Schlobachshof“ beizulegen.

Das Sahnehäubchen setzte Herr Bürgermeister Rosenthal (Dezernat Umwelt, Klima, Ordnung, Sport) mit seiner Wortmeldung zum Schluss, indem er betonte, dass es nicht die Absicht der Stadt Leipzig sei, die Fläche zu beräumen! Vielmehr habe die Stadtverwaltung bereits ein Konzept eingereicht zur Förderung dieses Areals und Etablierung als Standort zur Umweltbildung. Er verband dies mit der Hoffnung zum Aufruf zur Antragstellung für Bundesfördermittel!  

Voller Erwartung

Karla Amm

Wir haben eine Petition bei openPetition gestartet um den Abriss weiterer Gebäude auf Schlobachshof zu verhindern. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift! Vielen Dank.

Der Vortrag am 1.12.2020 kann aufgrund der neuen Coronamaßnahmen leider nicht stattfinden. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse und informieren sobald ein neuer Termin möglich ist.

Wir bedanken uns sehr für die zahlreichen Unterstützer und bei den vielen Presseberichten.

Bauernzeitung November 2020

Gemeindeblatt Oktober 2020

Leipziger Zeitung 23.102020

Anzeige Leipziger Volkszeitung und Sachsensonntag 8.11.2020

Leipziger Volkszeitung 20.10.2020
November 2020 „Sachsens Pferde“

100 Jahre Schlobachshof

 „Am Montag in der Michaeliswoche 1920“ (28.9.1920) wurde Schlobachshof laut Tafel am Wohnhaus als Gutshof in Andenken an Franz Schlobach von seinen Söhnen errichtet.

Mehr als 100 Besucher kamen 100 Jahre später zum Picknick anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung von Schlobachshof, unter ihnen die Ortschaftsratsvorsitzenden Herr Achtner (Böhlitz-Ehrenberg) und Herr Geisler (Lindenthal). Eingeladen hatte der gemeinnützige Verein Schlobachshof e.V. zusammen mit dem Förderverein Ortsgeschichte Böhlitz-Ehrenberg (BE) und mit Unterstützung des Gewerbevereins BE, der Bürgergesellschaft BE und der Freiwilligen Feuerwehr BE. Letztere war insbesondere für das leibliche Wohl – Wiener Würstchen, gespendet von EDEKA Voßler – verantwortlich, aber auch Obst, wie es einst früher auf dem Hof geerntet wurde und gekochte Eier im originalen Eierkorb aus den 50iger Jahren so wie Sandwiches (einzeln verpackt) vom Verein für Ortsgeschichte erfreuten sich großer Beliebtheit.

Bei bestem Wetter eröffnete Herr Faulhaber (Vereinsvorstand Schlobachshof e.V. und Ortsvorstand BE) die Veranstaltung auf der Wiese vor Schlobachshof. Historische Aufnahmen aus dem Museum für Ortsgeschichte Böhlitz-Ehrenberg, aktuelle Fotos und Informationen sowie das druckfrische Buch „100 Jahre Schlobachshof“ wurden vorgestellt. Eine Übersicht am Eingang zeigte den Hof mit den Gebäuden sowie den derzeit im Abriss befindlichen Baracken.

Herr Sickert (Abteilungsleiter Stadtforsten, Amt für Stadtgrün und Gewässer) lud dankenswerterweise zum Rundgang über den sonst verschlossenen und bewachten Hof ein. Für viele ehemalige Lehrlinge, Mitarbeiter und Besucher wurden hier Erinnerungen wach. Frau Kriehmig (Ur-Enkelin von Franz Schlobach) und Herr Dr. Jeroch (Leiter der Lehr- und Versuchsstation Geflügelzucht Schlobachshof der Universität Leipzig bis 1992) berichteten Interessantes aus ihrer Zeit auf Schlobachshof.

Viel über die Historie – aber wenig über die Zukunft von Schlobachshof war zu erfahren! 

Alles sei noch offen, wusste Herr Sickert zu berichten und lud im Namen der Stadt Leipzig dazu ein, Ideen und Vorschläge zum Erhalt von Schlobachshof einzubringen. Dabei betonte er die vielfältigen rechtlichen Bedingungen, die beachtet werden müssen.

Der Einladung des Vereins folgten die Stadträte von SPD Herr Andreas Geisler und LINKEN Herr Volker Külow , um ein Bild vor Ort zu bekommen, wenn über den Umfang von Abriss und Renaturierung sowie ein Nutzungskonzept demnächst in den Ausschüssen der Stadt beraten wird.

Ein gelungener Tag für Schlobachshof insbesondere als leuchtendes Beispiel für gemeinsames ehrenamtliches Engagement in Böhlitz-Ehrenberg. Der Vorstand des Vereins Schlobachshof e.V.  dankt den vielen ehrenamtlichen Helfern, die dazu beigetragen haben!

www.schlobachshof.com

Das Buch „100 Jahre Schlobachshof“ ist im Werbeatelier Kolb und Achtner, Leipziger Str. 71 oder über den Förderverein Ortsgeschichte (geöffnet dienstags von 15-18 Uhr) erhältlich. 

www.ortsgeschichte-b-e.de

der Schlobachshof wird 100!

Das Konzept für die Stadt Leipzig ist seit mehr als 2 Jahren in Arbeit, die Varianten werden von der Stadtverwaltung geprüft und wir warten gespannt auf ein Ergebnis.  Der Ortschaftsrat hat erste Antworten auf seine Anfragen bekommen.

Auch aus früheren Gutachten wissen wir, dass es eine Nutzung wie bisher nicht geben wird.

Die Gründung eines gemeinnützigen Vereins „Schlobachshof“ hat am 18.12.18 stattgefunden.

Bitte seien Sie dabei!  Als aktives Mitglied, als Fördermitglied, als Sponsor …

Anbei ein paar erste Gedanken zur möglichen Nutzung.

  • Streuobstwiesen
  • Teichbiotop
  • „Lebendiges“ Bauernhofmuseum mit Umweltpädagogik und Begegnungshof
  • Informationszentrum „Lebendige Luppe“
  • Gnadenhof für Pferde
  • Außenarbeitsplätze für Behinderte
  • Raststätte für Fahrradfahrer

Apfelernte mit Saftpressen, pomologischer Bestimmung, Obstbaumschnittberatung, -verkauf

Wenn Sie sich bei einigen Punkten angesprochen fühlen, eigene Ideen einbringen können oder gar an der Umsetzung mitwirken wollen und können, bitte zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

schlobachshof@web.de